HOe-Modul "Muldenbrücke bei Schönheide-Süd"

Die ehemalige Schmalspurbahn " Wilkau/Haßlau - Carsfeld" musste bei Schönheide das Tal der Mulde überqueren und sich danach ins Tal zur Normalspurstrecke "Aue-Adorf" absenken. Beide Strecken kamen dann im Bahnhof "Schönheide-Süd"  zusammen. Diese Art der Streckenführung ergab auf engstem Raum 4 Brücken vor der Bahnhofseinfahrt.

Brücke über Straße und das Muldental Brücke über Normalspur 2. Brücke über die Mulde

  Diese beiden Brücken wurden auf dem langen und dem Eckmodul dargestellt.

Hier ist die große Brücke über das Muldental gut erkennbar.  Rechts hinter dem Baum verbirgt sich die Überquerung der Normalspurbahn, die ihrerseits auf der Brücke im Vordergrund die Mulde überwindet. Die 2. Muldenbrücke der Schmalspurbahn befindet sich außerhalb des Bildes etwa am Standort des Fotografen.

Die große Muldenbrücke wurde auf einem 12 mm dicken Sperrholzbrett mit den Maßen 1230 x 250 aufgebaut und mit einem Rahmen aus ebenfalls 12 mm dickem Sperrholz versehen. Sie entstand aus Profilen der Marke "Plastruct" welche mit Polystyrolkleber eine sehr feste Verbindung eingehen. Auch die Pendelträger sind aus diesem Material nachgebildet. Die Profile dafür treiben  die Kosten für das Modell arg in die Höhe. Die Landschaft entstand unter Verwendung von Material der Firmen Noch, Heki und Woodland. Zur Nachbildung der Mulde kam Instant-Kunststoff-Wasser der Firma Woodland zum Einsatz. 

Nachfolgend einige Vergleiche zwischen Vorbild und Modell:

Das Bild zeigt den nördlichen Pfeiler der Brücke. Da für den Nachbau keine großen Maßangaben zu finden waren, wurden die Brückenreste bei Besuchen vermessen. Im Modell hätte die Straße noch etwas tiefer liegen können, aber ich wollte einen relativ großen Höhenunterschied zwischen Straße und Fluss erhalten. Die Straßen waren in den 60iger Jahren nicht so befahren, so dass hier nur ein einsamer Trabant 500 auftaucht. Das Pflaster wurde mittels Spörle-Formen gegossen.

Im Original kommt diese IV k aus Schönheide Süd und fährt Richtung Schönheide Mitte Im Modell ist die Fahrstrecke etwas anders. Dieser Zug hat gerade den Rabenauer Grund verlassen und wird in Kürze im Bahnhof Käbschütz eintreffen

Um festzustellen wie breit eine solche Brücke ist, wurde der Hang erklommen und die Holzreste am Pfeiler ausgemessen.

An diesem Bild kann man gut den Aufbau auf den Brückenträgern, sowie den Mittel- und zweiten Endpfeiler  erkennen. Es sind die Längsbalken und die Querbalken sehr gut sichtbar. Außerdem konnten an diesen Resten die Geländermaße abgenommen werden. Da störte es nicht, dass durch Regen der  "Abgang" von der Brücke zu einer Rutschpartie im nassen Gras wurde. 

 

Etwas vorbildwidrig überquert hier eine rekonstruierte VI k den Viadukt. Insgesamt 500 kleine Brettchen von Weinert und 7 Geländerausbuchtungen sorgen dafür, dass die Brücke vom Streckenwärter ohne Probleme überquert werden kann. 
Nun hat sich im Rahmen einer Sonderfahrt auch noch der Triebwagen aus Zittau ins Erzgebirge verirrt.

Hier nun noch ein Blick auf die Pendelpfeiler und die Blechträger. Eigentlich ist es schade, dass man nicht durch das Modul als "Modellmensch" laufen kann. Schließlich ist von oben das Fachwerk zwischen den Blechträgern nicht erkennbar. Aber die beiden Wanderer, die von Schönheide-Süd kommend noch einen letzten Blick auf die verschmutzte Mulde werfen, konnten diese Konstruktion betrachten. Neben dem Nordpfeiler der Brücke zweigt im Original ein herrlicher Wanderweg nach Carolagrün ab, immer neben der ehemaligen Trasse der Schmalspurbahn. Und da findet man auch noch einige Relikte der Strecke.

Beim genaueren Hinsehen erkennt man auch die Versammlung der Hasen unter der Brücke. Die stören sich schon lange nicht mehr an den lautstark vorbei fahrenden Zügen.

 

In Richtung Schönheide-Süd folgt als nächstes die Brücke über die Normalspurbahn. 

Bahnhof "Käbschütz"

Anlagenübersicht

Brücke über die Normalspurbahn