Bau- und Entwicklungsbericht Triebwagen 

187 016 der Harzquerbahn

Der Triebwagen soll zunächst mit einem 3-D-Zeichenprogramm virtuell entstehen. Danach könnte das Gehäuse mittels moderner Technologien als sofort verwendbarer Prototyp entstehen. Allerdings ist das Ganze als eine Art Langzeitprojekt geplant. Quasi als "Bastelstunde" am Computer, wenn die Lust auf handwerkliche Bauereien nicht so stark ausgeprägt ist.

Um eine ordentliche Gehäusezeichnung zu realisieren, müssen zunächst erst einige Übungen mit dem Zeichenprogramm absolviert werden.

 

In der ersten Studie ging es nur um das Ausformen des Triebwagenkörpers, sowie um das Ausprobiren einer Möglichkeit, die vordere Kopfform und das Dach nach Maßen aus einer 1:87 Zeichnung zu gestalten.

In der 2. Studie wurde das Arbeiten mit verschiedenen Arbeitsebenen geübt. Damit wurde die angrenzenden schräg verlaufenden Seitenwände und das Dach modelliert, wobei in keinerlei Weise auf Maße und Winkel geachtet wurde

Nachdem die Originalzeichnungen vorlagen, war auch klar, dass die Vorderfront aus einer doppelt gekrümmten Fläche besteht. Dies wurde hier mit gleichzeitigem Ansatz der benachbarten schrägen und geraden Seitenwände ausgetestet.

Als nächstes wurde nach der Originalzeichnung die Vorderfront im Maßstab 1:22,5 mit allen Krümmungen gezeichnet. Daran schlossen sich die schrägen Seitenwände mit den typischen Nuten an, an denen im original eine Verbindung zwischen den Seitenwänden und dem Triebkopf erfolgte.

Danach wurden die Seitenteile erstellt und erstmalig mit den Kopfteilen zusammen gesetzt. Dabei ging es darum festzustellen, ob die teile passen und auch die Maße eingehalten werden. Die Fenster sind im obigen Bild noch nicht auf das entsprechende Maß gebracht und auch an den Seitenwänden fehlen noch die unteren Anbauten, sowie die Türen.

 

 

Es folgte das mittlere Dach, sowie die Dachaufbauten an den Kopfteilen. Letztere haben mir etwas Probleme bereitet, da nach einer Fotosafarie zum Vorbild feststand, dass auch die vordere Dachfläche nach vorn leicht gekrümmt ist. Auch die Maße der Türen und Fenster wurden korrigiert und ergänzt. Die Fenster bekamen Alurahmen, wobei einige der rahmen im geöffneten Zustand dargestellt wurden. Der Bahnräumer muß nochmals am original überprüft werden. Jetzt wurde er ebenfalls mit einer leichten Krümmung versehen. Gleiches gilt auch für die vorderen Scheinwerferöffnungen, die nochmals vermessen werden müssen und hier nur als Übung angebracht wurden. Die Fahrtrichtungsanzeige kann jederzeit zu einem Schacht umgezeichnet werden, wo man ev. von hinten eine elektronische Zielanzeige einbauen kann. Ob dies am späterem Modell gemacht wird, steht allerdings noch nicht fest.

Nachdem die ersten Triebköpfe unter Verwendung des Rapid-Prototypverfahrens hergestellt und abgegossen wurden, ist das erste Gehäuse unter Nutzung gefräster Seitenteile, Innenwände und Boden"blech" zusammengebaut worden. Hier Bilder vom Prototyp aus Schkeuditz. Rechts sieht man auf einem Foto Kleinteile für die Ausstattung, die bereits als Rapid-Prototypen vorliegen.  Die Kupplungsteile liegen bereits in Messingguss vor.

 

Mittlerweile wurde das Gehäuse mit Farbe versehen, wie das folgende Bild von Stefan Strauss zeigt.

Aus den Prototypen der Bremsschläuche, Spiegel und Spiegelhalterung, sowie der Stirnwandsteckdose sind mittlerweile Messinggußteile entstande

Mittlerweile ist der Bau des Protoyps schon weiter fortgeschritten, so dass das Fahrzeug auch auf eigenen Füßen stehen kann. Es folgen in einem nächsten Schritt die Details der Drehgestellblenden. Nachfolgende Fotos zeigen den Zustand vom 28.7. 2009 und wurden von Stefan Strauss aufgenommen. Zur besseren Erkennung wurden die Elemente unter der Fahrzeugboden zunächst mit grauer Farbe versehen.