H0e-Modul   "3-Bogen-Brücke"  

    

Dieses Modul erhielt im Modellbauwettbewerb des Eisenbahnkurierers bim Jahre 2003 den 3. Preis. 

Das Vorbild der hier vorgestellten Brücke liegt an der ehemaligen Schmalspurstrecke von Lommatzsch nach Döbeln, in der Nähe der Ortschaft Leuben.  Über das Viadukt wird die Normalspurstrecke von Riesa nach Nossen geführt.  

Originalfoto aus dem Jahre 1968 aus Richtung Leuben. 

Slg. Neidhardt

Foto aus dem Jahre 1998 aus Richtung Mertitz-Gabelstelle.  Die Normalspur fährt noch! 

Foto: Niels Kunick

Foto aus dem Jahre 2001 aus Richtung Leuben.  Jeglicher Eisenbahnbetrieb ruht! Die Schmalspurtrasse ist ein Wanderweg.

Der Aufbau des Motives erfolgte auf einem Holzkasten in den Abmessungen 1200x300x120, bestehend aus 12mm dicken Sperrholz. Die Landschaft entstand unter Verwendung von Material der Firmen Noch, Heki und Woodland. Zur Nachbildung des Churschützer Baches  kam Instant-Kunststoff-Wasser der Firma Woodland zum Einsatz.  Die Gestaltung des Straßenpflasters wurden  mittels Spörle-Formen und Keramikmasse durchgeführt.

Zwischen Bach und Bahnstrecke entstand eine Kuhweide. Der Zaun wurde aus Holzleisten der Firma Weinert und kleinen Rundhölzern gestaltet. Vor der "Aufstellung" sind diese in stark verdünnte graue Farbe gelegt worden und haben so das stark verwitterte Aussehen bekommen.

Als Tränkeversorgung dient ein alter Anhänger, auf dem ein Wasserfass für das kostbare Nass sorgt. Die eigentliche Tränke besteht aus halben, mit farblosen Lack gefüllten Strohhalmen. 

Herumliegende "Kuhpizzas" sind  aus Weißleim, der mit olivgrüner Fensterfarbe vermischt wurde.

Und nicht zuletzt musste der Trabant noch mit braunen Ersatzteilen versehen werden, da es doch schon einige Karambolagen gegeben hat. 

 

 

 

 

 

      

Gleich neben der Weide liegt  der Straßenabzweig nach Wahnitz. Diese Straße führt dann weiter zum Abzweig Mertitz-Gabelstelle, wo die Schmalspurlinie nach Meißen abzweigt und bald auch der Bahnhof Käbschütz folgt.

Zur  damaligen Zeit ist natürlich noch nicht soviel Verkehr zu verzeichnen wie heute. Der Linienbus tritt als Konkurrenz zur Eisenbahn auf. 

Ansonsten überwiegt der private Verkehr mit Handwagen und Pferdegespann. 

 

Bahnbrücke über den Churschützer Bach, der nachdem er die große 3-Bogen-Brücke und die Eisenbahn unterquert hat, noch einmal in einem Straßendurchlass verschwindet.     

Lok 99 4502 überquert am Fuß des 3-Bogen-Viaduktes die Brücke über den Churschützer Bach

Foto: J.Gottschalch

Etwa gleiche Perspektive im Modell In den Veröffentlichungen gibt es kein Foto, wo sich Schmalspur und Normalspur an der Brücke begegnen. Das wird hier nachgeholt, in dem eine BR 50 in Richtung Nossen den Viadukt überquert.

Gez. Peter König

Fast der gleiche Standpunkt im Modul

Zwischen Bach und Bahnstrecke beginnt ein  Mähdrescher E 512 mit der Ernte. Dabei handelt es sich um einen Typ, der in der DDR gefertigt wurde.

 

Die Haspel des Mäh- dreschers  wird über einen kleinen Getriebemotor angetrieben, der im Trafohäuschen versteckt ist. Da beim Mähen des Getreides immer eine hohe Brandgefahr besteht, muss der Brandschutz kontrolliert werden. Das übernahm der Abschnittsbevollmächtigte (ABV) der Deutschen Volkspolizei, der hier auf seinem Moped "Schwalbe" das Vorhandensein des Feuerlöschers hinten am Mähdrescher kontrolliert. Glücklicherweise wird der noch nötige Pflug samt Wasserwagen gerade mit einem Traktor Typ "Famulus"  bereitgestellt. Das hätte sonst Ärger gegeben.

 

  

Das Kornfeld wurde unter Verwendung eines Fußabtreters aus Sisalgarn hergestellt. Da die Grundmatte des Abtreters sehr dick ist, musste an diesen Stellen die Geländeoberfläche tiefer gesetzt werden, so dass der Übergang zur Umgebung ohne Stufen verläuft. Vor dem Festkleben des "Abtreters" wurde er kräftig mit einer Drahtbürste und der Bohrmaschine behandelt. Das sollte man aber unbedingt im Freien durchführen. Dadurch wird die Dichte der "Ähren" verringert und das Korn steht nicht mehr so gleichmäßig. An eventuellen "Löchern" ist eben das Korn nicht so gut aufgegangen und da kann man dann später ruhig etwas Unkraut wachsen lassen.

Wie man links an den Bildern sehen kann, ist dann aber unbedingt eine Farbgebung nötig. Diese bereitete mir die größten Probleme. Ich habe letztendlich "goldgelb" mit Airbrush und später per Pinsel aufgebracht. Zwischendurch wurde auch nach Gefühl  "ocker" genutzt. In Verbindung mit der Naturfarbe des Abtreters bin ich zufrieden, zumal sich je nach Lichteinfall das Bild  ändert. 

Zum Schluss 2 Bilder des Feldes bei unterschiedlichen Beleuchtungen. Etwas rote Farbe ergibt dann noch die unweigerlich vorhandenen Mohnblumen.

Bahnstrecke bei Kesselsdorf

Anlagenübersicht

Bahnhof  "Käbschütz"